“Gemeinsam in Trauer”

Meine letzte Woche im Amt – und sie wurde überschattet durch den schrecklichen Flugzeugabsturz in den Alpen. Natürlich haben wir auch im Auswärtigen Amt davon mitbekommen… Innerhalb kurzer Zeit hat das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes einen Krisenstab eingerichtet, um die Einzelheiten der Katastrophe in Erfahrung zu bringen und zu helfen.
Auch ich wollte irgendwie helfen – und habe angeboten, die Kollegen bei der eingerichteten Krisenhotline zu unterstützen. So habe ich von 21.00 Uhr bis nach Mitternacht im Krisenreaktionszentrum am Telefon gesessen… Ein kurzes Breefing, keine wie sonst übliche stundenlange Vorbereitung für Krisengespräche – dafür blieb keine Zeit… 10.000 Anrufe hatten wir an einem Tag, viele Mitarbeiter des AA haben sich freiwillig gemeldet, um zu helfen… Was ich dort erlebt habe, ist kaum in Worte zu fassen…
Auf jeden Fall eine Erfahrung, die mich in vielerlei hinsicht sensibilisiert hat. Und mir gleichzeitig einen Einblick in die Arbeit des Krisenreaktionszentrums gegeben hat, die innerhalb von kurzer Zeit einen effektiven Krisenstab organisiert haben.

Meine Gedanken sind – nach dieser Erfahrung umso mehr – bei den Familienangehörigen, Freunden, Verwandten und Bekannten der Opfer… Es ist schrecklich und unfassbar…